Die Schilddrüsenchirurgie stellt einen Schwerpunkt innerhalb unseres Operationsspektrums in unserer Klinik dar.
Die Gründe für eine Schilddrüsenoperation sind vielfältig, meistens ist jedoch eine Knotenbildung der Anlass für die Operation. Ein anderer Grund für eine Operation der Schilddrüse sind Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis. In der Regel wird dabei mindestens ein Schilddrüsenlappen (Hemithyreoidektomie) bzw. je nach Befund auch die ganze Schilddrüse (Thyreoidektomie) entfernt. Operationsziel ist es, alles krankhafte Gewebe zu entfernen. Im Falle von bösartigen Tumoren ist es bis auf wenige Ausnahmen kleiner (< 1cm) zufällig entdeckter papillärer Tumore notwendig, die gesamte Schilddrüse mit den regionalen Lymphknoten (Thyreoidektomie und zentrale Lymphdissektion) zu entfernen.
Mit großer Erfahrung operiert unser Ärzteteam bei Schilddrüsenproblemen so schonend wie möglich mit modernen Operationsverfahren, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Dazu zählen zum einen die Stimmbandnervenverletzung mit nachfolgender Heiserkeit (Recurrensparese), zum anderen um die Entfernung der Nebenschilddrüsen mit nachfolgender Calcium Stoffwechselstörung (Hypocalciämie) und der sich daraus ergebenden Krampfneigung.
Es ist in unserem Hause Standard, dass alles getan wird, um diese Risiken zu minimieren. Dazu gehört neben der nervenschonenden Operationstechnik mit der Lupenbrille insbesondere das sogenannte Neuromonitoring, also die Funktionskontrolle der Stimmbandnerven schon während des Eingriffs. Dies geschieht mit der elektronischen Ableitung des Nervensignales über eine spezielle Sonde.
Gemeinsam mit Ihnen diskutieren wir die unterschiedlichen Aspekte konservativer, nuklearmedizinischer und chirurgischer Behandlungsmöglichkeiten.