In dieser spezialisierten Sprechstunde für Männer mit gutartigem Prostatasyndroms (BPS) und Beschwerden beim Wasserlassen beraten wir Patienten mit Symptomen wie häufigem oder nächtlichem Harndrang, schwachem Harnstrahl, Startschwierigkeiten oder dem Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung.
Ziel dieser BPS-Sprechstunde ist es, die individuellen Beschwerden genau zu erfassen und gemeinsam mit dem Patienten eine passende, leitliniengerechte und auf seine Lebenssituation abgestimmte Therapie zu finden. Dabei nehmen wir uns Zeit für eine verständliche Aufklärung, eine strukturierte Diagnostik und eine transparente Besprechung aller Behandlungsoptionen – von konservativ bis operativ.
Für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPS) verfügen wir über ein breites therapeutisches Spektrum und langjährige Erfahrung. Neben allen medikamentösen Therapien und bewährten klassischen operativen Verfahren bieten wir insbesondere moderne, minimal-invasive Methoden an.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rezum-Therapie, einem schonenden minimal-invasiven Verfahren, bei dem überschüssiges Prostatagewebe durch gezielte Wasserdampf-Applikation behandelt wird. In unserer Klinik besteht eine umfangreiche Erfahrung mit Rezum, einschließlich entsprechender Zertifizierungen und strukturierter Behandlungsprogramme.
Darüber hinaus bieten wir mit der HoLEP-Methode (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) eine hochmoderne operative Therapie an. Die HoLEP ist ein minimal-invasiver Eingriff ohne Hautschnitt, der über die Harnröhre durchgeführt wird und sich auch für größere Prostatavolumen eignet. Vorteile sind eine rasche Beschwerdelinderung, ein geringes Blutungsrisiko sowie eine kurze Katheter- und Krankenhausverweildauer.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die kontinuierliche Betreuung vor und nach der Behandlung. In spezialisierten prä- und postoperativen Sprechstunden begleiten wir unsere Patienten engmaschig und individuell. Die Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen urologischen Kolleginnen und Kollegen, um eine optimale Vorbereitung, eine nahtlose Weiterbehandlung und eine langfristige Nachsorge sicherzustellen.
Wir laden Sie herzlich ein, unsere BPS-Sprechstunde in Anspruch zu nehmen und gemeinsam mit uns eine individuelle Lösung für Ihre Beschwerden zu finden.
Termine können unkompliziert per E-Mail vereinbart werden unter: raulfelipe.seronmoeller@akh-viersen.de.
Da unsere Klinik für Urologie auf dem neuesten Stand der Technik ist, können wir Ihnen unterschiedliche Therapieverfahren anbieten. So gelingt bei kleineren oder mittelgroßen Prostata-Volumina die Entfernung von Prostatagewebe endoskopisch über die Harnröhre. Hierbei erfolgt mittels einer sehr feinen bipolaren Elektroschlinge die Abtragung von Prostatagewebe als modernes minimal invasives Verfahren, kurz TURis genannt. Im Gegensatz zur klassischen TUR der Prostata kommt bei diesem Verfahren Kochsalzlösung als Spül-Lösung zur Anwendung. Somit sind kritische und schwerste Komplikationen wie das TUR-Syndrom weitgehend ausgeschlossen.
Bei größeren Prostatavolumen steht uns ein weiteres endoskopisches Verfahren durch die Harnröhre zur Verfügung. Dabei nutzen wir die moderne Lasertechnik wobei ein Urobeam-Gerät verwendet wird. Vorteile dieses Verfahren sind vor allem die schonende Entfernung von Prostatagewebe und der geringe Blutverlust. Ebenso können wir Vaporisationsverfahren (Verkochungsverfahren) anbieten.
Bei sehr großen Prostata-Vergrößerungen stehen natürlich offen-chirurgische OP-Verfahren nach wie vor zur Verfügung. Dies insbesondere bei kombinierten Diagnosen wie z. B. große Blasensteine oder ausgeprägte Harnblasendivertikel.
Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart beim Mann mit jährlich rund 60.000 Neuerkrankungen. Eine hochspezialisierte und individualisierte Behandlung steht in unserer Klinik im Vordergrund. Unsere Klinik ist ein ausgewiesenes Zentrum der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms, der bösartigen Erkrankung der Vorsteherdrüse (Prostata). Unser Behandlungskonzept wurde mehrfach ausgezeichnet. Dazu stehen uns moderne medikamentöse Therapie-Verfahren ebenso wie hochmoderne OP-Verfahren zur Verfügung. Eine unabhängige Patientenberatung ist uns dabei äußerst wichtig.
Die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich des feingeweblich nachgewiesenen Krebses können in einem auf die Prostata begrenzten Stadion häufig zu einer vollständigen Heilung führen. Die Diagnostik und Therapie wird für jeden Patienten individuell besprochen und festgelegt. Entscheidet sich der Patient für eine operative Therapie, erfolgt die Entfernung der Prostata in unserem Hause retropubisch, durch einen mäßig-kleinen Hautschnitt oberhalb der Schambeinfuge, extraperitoneal (außerhalb des Bauchraums). Durch schonende moderne OP-Verfahren gelingt es uns in der Regel die für die Erektion notwendigen Gefäßnervenbündel (Erektionsnerven) zu erhalten. Um dennoch ein sehr gutes onkologisches also tumorfreies Ergebnis zu erreichen, erfolgt während des Eingriffs eine spezielle Schnellschnittdiagnostik zum Nachweis der Tumorfreiheit in den Absetzungsrändern. Um diese besonderen feingliedrigen Strukturen im OP-Gebiet sehen zu können, verwenden wir Lupenbrillen. Das Ziel der Operation muss grundsätzlich die Heilung sowie der Erhalt der Harnkontinenz und Potenz (soweit möglich) sein.