Inkontinent? – Das AKH spricht darüber
Das Allgemeine Krankenhaus Viersen lädt im Juni wieder zu zwei Veranstaltungen zur Weltkontinenzwoche ein. In diesem Jahr neu gibt es speziell einen Abend für Schwangere.
Viersen – Die Geburt eines Kindes ist für die werdenden Eltern ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis. Doch auch für die begleitende Hebamme bleibt der Moment „magisch“, sagt Tracy Rielke, Hebamme in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des AKH Viersen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kerstin Funck berichtet sie über die Faszination ihres Berufes, der trotz Schichtdienst und Wochenendarbeit für die beiden vor allem „Berufung“ ist, und warum werdende Mütter so gerne im AKH entbinden. Rund 950 Geburten gab es hier im vergangenen Jahr. Eine Entwicklung gegen den Trend. Die Klinik zählt damit unverändert zu den Spitzenreitern in der Region.
Was ist das Besondere an einer Geburt im AKH?
Kerstin Funck: Ein besonderer Vorteil bei uns ist auf jeden Fall die 1:1 Betreuung durch unsere Hebammen während der Geburt. Insgesamt 16 Hebammen sowie drei Beleghebammen gehören zum Team und wir verfügen über vier Kreißsäle.
Tracy Rielke: Zudem schätzen die Eltern die Sicherheit durch die angeschlossene Kinderklinik (Perinatalzentrum Level 2). Sollte es beim Neugeborenen zum Beispiel zu Problemen mit der Atmung kommen, ist immer ein Kinderarzt in sofortiger Bereitschaft.
Was ist Ihre wichtigste Aufgabe während der Geburt?
Tracy Rielke: Wir begleiten die Frau von ihrer Ankunft im Kreißsaal bis zu Entbindung und achten darauf, dass es der Mutter und dem Kind die ganze Zeit gut geht. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten bei uns, damit sich die Frauen entspannen können: Badewanne, Pezziball, Hocker, Halteseil und vieles mehr. Letztlich hat immer die werdende Mutter das endgültige Wort. Sie entscheidet, ob sie sich bewegen oder lieber ausruhen möchte und auch welche Position sie bei der Geburt einnehmen will. Aber unsere Expertise und Erfahrung zählen natürlich ebenfalls. Unerlässlich sind das Vertrauen und die Kommunikation, darauf legen wir sehr viel Wert.
Gibt es aktuelle „Trends“ beim Thema Geburt?
Kerstin Funck: Wir praktizieren im AKH schon seit längerem das sogenannte „Bonding“. Das bedeutet, das Kind wird sofort nach der Geburt auf die Haut der Mutter gelegt und nicht erst gebadet oder gar angezogen. Der enge Hautkontakt zwischen Mutter und Kind direkt nach der Geburt vermittelt Schutz, Wärme, Liebe und Zuwendung.
Welche Rolle spielen eigentlich die Väter bei der Geburt?
Tracy Rielke: Die Unterstützung durch den Partner ist für die Gebärende enorm wichtig. Bei rund 95 Prozent der Geburten sind sie dabei, manche Frauen bringen aber auch ihre Mutter oder Schwester mit. Dank unserer Familienzimmer begleiten viele Väter ihre Frauen anschließend auch auf die Wochenbettstation. Dort betreuen wir Hebammen die frischgebackenen Eltern auch weiter. Ich bin zum Beispiel ausgebildete Stillspezialistin und unterstütze insbesondere die Frauen auf diesem Gebiet.
Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf?
Kerstin Funck: Das Vertrauen der werdenden Eltern, sie bei diesem lebensverändernden Moment begleiten zu dürfen.
Das Allgemeine Krankenhaus Viersen ist mit 315 Planbetten ausgestattet und behandelt jährlich rund 18.000 Patienten stationär sowie nahezu 30.000 Patienten ambulant. Mit seinen zwölf Fachabteilungen leistet es einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus. Mit etwa 900 Mitarbeitern zählt das AKH zu den größten Arbeitgebern in Viersen.
Info:
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hoserkirchweg 63, 41747 Viersen
2023: rund 950 Geburten
18 Hebammen, 4 Kreißsäle, 1:1 Betreuung im Kreißsaal
Mutter-Kind-Zentrum
Kinderklinik mit Neugeborenen-Intensivstation (Perinatalzentrum Level 2)
Elternschule

Tracy Rielke und Kerstin Funck (v.l.) arbeiten als Heb-ammen in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des AKH Viersen. Foto: Kaspar Müller-Bringmann / Abdruck honorarfrei
Das Allgemeine Krankenhaus Viersen lädt im Juni wieder zu zwei Veranstaltungen zur Weltkontinenzwoche ein. In diesem Jahr neu gibt es speziell einen Abend für Schwangere.
Eine Krebsdiagnose ist für Betroffene und Angehörige immer noch eine Herausforderung. Doch es gibt eine positive Nachricht: Trotz steigender Neuerkrankungsrate sinkt die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebsdiagnose. Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit sind verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention. Ein Team von Chefärzten am Allgemeinen Krankenhaus Viersen hat beim 3. Viersener Onkologietag die neuesten Erkenntnisse zu Vorsorge, Diagnose und Therapie verschiedener Krebsarten vorgestellt. Der Vorsorge und einem „gesunden Lebensstil“ kommen dabei eine entscheidende Rolle zu.
Die Chefärzte des Allgemeinen Krankenhaus Viersen und Experten des Onkonett Viersen stellen zum 3. Viersener Onkologietag am Donnerstag, 16. April, ab 17 Uhr aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin vor. Fünf Kurzvorträge sowie eine abschließende Diskussionsrunde bieten Raum für einen fundierten Einblick in Vorsorge, Diagnose und Therapie verschiedener Krebsarten.
(03.03.2026) Zur ersten Fachtagung „Traumasymposium Viersen 2026“ hatte der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH), Dr. Christian Rusu, Mediziner, Fachpublikum und Interessierte ins Bürgerhaus Dülken eingeladen: Namhafte Experten aus ganz Deutschland referierten einen Tag lang zum Thema Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenverletzungen.
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