
BU: (v.l.) Bürgermeister Christoph Hopp gratulierte dem Führungstrio, Anke Buchholz, Kristina Hittel und Stephanie Notz, zum Jubiläum. Foto: Kinderhaus Viersen
Da machte das Sommerfest seinem Namen alle Ehre – bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich Mitarbeitende, Freunde und Förderer des Kinderhauses Viersen, das zur AKH Viersen GmbH gehört, zum Sommerfest. Es gab einen besonderen Anlass zum Feiern: Das Kinderhaus existiert seit nunmehr über 15 Jahren. Der Förderverein des Kinderhauses und der Kinderklinik hat diese Feier in einer gemeinsamen Aktion mit dem AKH Viersen begleitet und mitfinanziert. Neben dem Vorsitzenden des Fördervereines, Dr. Klaus Hofmann, waren auch zahlreiche Vorstandsmitglieder an diesem Tag zu Gast.
Auf dem Vorplatz des Kinderhaus waren Getränkestände aufgebaut, es gab köstliches Eis, und die Kinder konnten sich schminken lassen – alles unter großen Sonnensegeln und -schirmen. Da es im vergangenen Jahr einen Wechsel in der Leitung gegeben hatte – die langjährige Leiterin Ingrid Quasten ging in den Ruhestand – wurde das Fest auf dieses Jahr verschoben und die Feiern zum 15-jährigen Bestehen nachgeholt. So war es auch Ingrid Quasten, die in einer bewegenden Rede an die Anfänge des Hauses und dessen Werdegang erinnerte. Die Idee zur Gründung entstand aus einer ungewöhnlichen Situation der Kinderklinik heraus. „Es kam vor, dass Kinder aus medizinischen Gründen auf der Station gelebt haben“, erinnerte sich Quasten. Da es immer mehr wurden, musste dafür eine Lösung her: Der damalige Geschäftsführer des AKH, Gerold Eckardt, die damalige Pflegedienstleitung Dorothee Böckels sowie der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Christoph Aring, machten sich für die Errichtung des Kinderhauses stark. Im August 2010 konnten die ersten fünf Kinder von der Klinik ins Haus einziehen. „Es ist das, worauf ich am meisten stolz bin“, sagte Eckardt. Seitdem hat sich das Haus auf die Pflege von schwerstmehrfachbehinderten und dauerbeatmeten Kindern und Jugendlichen spezialisiert.
Nur ein weiteres Kinderhaus gab es damals noch in Siegen, so erstreckte sich das Einzugsgebiet für Viersen entlang des gesamten Niederrheins. Die zunächst 14 Kurzzeitpflegeplätze wurden später in Dauerplätze umgewandelt. „Ich habe viele Kinder ausziehen sehen und viele auf ihrem letzten Weg begleitet“, so Quasten. Die Mitarbeitenden mussten sich immer wieder auf neue Herausforderungen wie die Corona-Pandemie einstellen, doch mit einem engagierten Team, „mit der Seele des Hauses“, sei jede Hürde gemeistert worden.
Das jetzige Führungstrio Kristina Hittel, Anke Buchholz und Stephanie Notz war von Anfang an dabei: „Schon in den ersten Tagen wurde uns bewusst: Das Kinderhaus Viersen ist weit mehr als eine Einrichtung. Es ist ein Zuhause, ein Ort der Geborgenheit, der Gemeinschaft und des Vertrauens“, sagen sie unisono. Am heutigen Tag wollen sie an viele Meilensteine, Entwicklungen und Erfolge denken, aber vor allem an die Menschen, die dieses Haus mit Leben gefüllt haben und füllen: an die Kinder und ihre Familien.
Auch der Chefarzt und behandelnde Kinderarzt, PD Dr. Dirk Schramm, nutzte die Gelegenheit und würdigte die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die besondere Atmosphäre, die das Kinderhaus seit vielen Jahren prägt.
Zu den Gratulanten zählte ebenfalls Bürgermeister Christoph Hopp, der schon seit langer Zeit dem Kinderhaus eng verbunden ist. Er überbrachte persönlich und im Namen der Stadt Viersen seine Glückwünsche und unterstrich die Wichtigkeit dieser Einrichtung für die Viersener Stadtgesellschaft.