Umbauarbeiten im ehemaligen Hospital St. Cornelius zur Pflegeakademie haben begonnen

Nach der Phase der Entrümpelung und Entsorgung haben die ersten Gewerke im leerstehenden ehemaligen St.-Cornelius-Hospital die Arbeit aufgenommen. „Endlich können wir unser Projekt, die Pflegeakademie in diesem Gebäude anzusiedeln, umsetzen“, sagt der Geschäftsführer des Allgemeinen Krankenhauses Viersen (AKH) Dr. Thomas Axer. Die Bauarbeiten haben begonnen.

Von den ersten Schritten des Umbaus haben sich jetzt bei einer Baustellenbegehung unter anderem die Bürgermeisterin Sabine Anemüller und der Verwaltungsratsvorsitzende des AKH, Michael Aach, überzeugt. In dem dreigeschossigen Gebäudetrakt, in dem im ehemaligen St. Cornelius-Hospital der Funktionstrakt untergebracht war, entstehen nach Planung innerhalb eines Jahres zehn Unterrichtsräume für bis zu 350 Auszubildende der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe (AGP). Damit wird nun nach langen Jahren der Planung und etlichen zeitlichen Verzögerungen durch unter anderem enorm gestiegene Baukosten die dezentrale Struktur der AGP an drei Standorten aufgehoben und die Lehre an einem Standort zentralisiert.

Bei der Gestaltung setzen die Architekten der Schmitz Ingenieursgesellschaft GmbH auf eine nachhaltige Bauweise. „Das Gebäude wird energetisch saniert, unter anderem durch Dreischeibenverglasung, und bei der Planung wurde auf ressourcenschonendes Bauen geachtet. Mit der Installation einer Wärmepumpe auf dem Dach trägt das AKH auch Verantwortung für nachhaltiges Bauen, und die bisherigen Energiekosten werden um ein Vielfaches gesenkt“, sagt Architekt Thomas Lennartz.

In den nächsten zwei Monaten wird das Gebäude vollständig entkernt. Alle Leitungen, die zum Teil noch aus der Zeit der Errichtung des Gebäudes von 1967 stammen, werden entfernt und modernste Technik für die Versorgung mit Wasser, Strom und Medientechnik eingebracht. Die zehn Klassenzimmer sind mit über 60 Quadratmetern sehr groß und werden mit Smartboards ausgestattet. „Overheadprojektoren und selbst Beamer gehören der Vergangenheit an“, sagt Dr. Axer. Neben den Unterrichtsräumen gebe es auch sogenannte Skill-Labs: Labor ähnliche Räume, in denen Fertigkeiten gezielt geübt und konkrete Situationen des medizinischen Alltags simuliert würden. Für das zweite Obergeschoss gibt es baulich eine Besonderheit: Die Abteilung der Zentralsterilisation bleibt auf der zweiten Etage erhalten, und der Betrieb muss während der gesamten Umbauphase weitergeführt werden, weil sie das Sterilgut für das AKH liefert.

Der Geschäftsführer des AKH, Dr. Thomas Axer, erläutert die Umbaupläne demVerwaltungsratsvorsitzenden Michael Aach und Bürgermeisterin Sabine Anemüller.

Foto: (v.l.) Der Geschäftsführer des AKH, Dr. Thomas Axer, erläutert die Umbaupläne dem
Verwaltungsratsvorsitzenden Michael Aach und Bürgermeisterin Sabine Anemüller.

2016 zog das Hospital St. Cornelius von Dülken nach Viersen an den Standort des AKH. Seitdem strebt die Geschäftsführung beharrlich an, das Gebäude in eine neue Nutzung zu überführen. Die initialen Planungen der Stadt im Jahr 2016, das Gebäude zunächst als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, bremsten zunächst eigene Überlegungen zur Umnutzung des Gebäudes aus. Während der Corona-Pandemie war das Gebäude ideal, um dort das Impfzentrum des Kreis Viersen zu realisieren. Drei Ausrichtungen sind in den vergangenen Jahren verfolgt worden: der Umbau zu einem Seniorenheim, die Integration von barrierefreien Wohnungen und die Nutzung für die Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe (AGP). Letzteres wird nun realisiert. Die anderen Projekte wurden aus Kostengründe zunächst zurückgestellt.

Seit dem 11. Juni 2025 liegt die Baugenehmigung vor. Die Bezirksregierung hat ebenfalls bestätigt, dass vorhandene Fördermittel in Höhe von einer Million Euro für den Ausbau von 50 weiteren Schul-Plätzen eingesetzt werden dürfen. Die ersten Aufträge an verschiedene Gewerke sind vergeben und die Arbeiten haben begonnen. Die kalkulierten Kosten für den Bau der Pflegeschule belaufen sich auf 6,3 Millionen Euro. Die Finanzierung teilt sich auf die AGP und deren Träger (Caritasverband für die Region Kempen-Viersen e.V., St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln und AKH Viersen) auf: 3,5 Millionen Euro hat das AKH als Darlehen aufgenommen. Die APG steuert 1,8 Millionen Euro bei und eine Millionen Euro kommen aus dem Fördertopf der Bezirksregierung. Zwischen dem AKH und der AGP wurde ein langfristiger Mietvertrag geschlossen. Das Gelände rund um das ehemalige Krankenhaus, die Parkplätze am ehemaligen Haupt- und Nebeneingang, werden während der Umbauphase als Abstell- und Rangierfläche für Material und Baustellenfahrzeuge genutzt.

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