Zentrale interdisziplinäre Notaufnahme des AKH

Viersen – Weihnachten ist für die meisten Menschen im Kreis Viersen eine besinnliche Zeit im Kreis der Familie. Doch während andere feiern, arbeiten die Mitarbeitenden in der Zentralen interdisziplinären Notaufnahme (ZINA) des Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen wie gewohnt rund um die Uhr weiter. Wie läuft der Einsatz an solchen Tagen und was sind die größten Herausforderungen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt Gesundheits- und Krankenpflegerin Vera Feldges. Sie ist für das Bettenmanagement im AKH zuständig, das heißt, sie teilt die Patienten in den Fachabteilungen den entsprechenden Betten zu und regelt unter anderem den Patienten-„Abfluss“.

Blicken Sie mit Anspannung auf die bevorstehenden Feiertage?

Nein, auf keinen Fall. Tatsächlich ist unsere Notaufnahme bereits seit drei Wochen durchgehend voll und wir haben Schlangen wie am Flughafen. Aber alle Mitarbeitenden geben ihr Bestes, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Unsere Erfahrungen zeigen zudem, dass der Patientenandrang am 24. und 25. Dezember meist etwas weniger wird und dann Richtung Silvester wieder ansteigt. Weihnachten möchte eigentlich niemand im Krankenhaus verbringen, der es nicht unbedingt muss.

Mit welchen Beschwerden kommen die Menschen hauptsächlich?

Das ist ganz unterschiedlich. Nach Weihnachten sind es oft Magenschmerzen aufgrund des vielen Essens, Silvester kommt es dann vermehrt zu Problemen wegen des Alkoholkonsums. Leider stellen auch wir zunehmend unnötige Inanspruchnahme der Notaufnahme fest. Viele Menschen kommen direkt ins Krankenhaus, ohne vorher einen Arzt zu konsultieren oder vielleicht einfach abzuwarten, ob die Beschwerden von alleine wieder abklingen.

In welchen Fällen sollte man die Notaufnahme aufsuchen?

Zunächst einmal werden natürlich alle Patienten, die zu uns kommen, auch medizinisch versorgt. Wer starke Schmerzen hat, Luftnot, Herzschmerzen oder Verdacht auf Knochenbrüche sollte auf jeden Fall in die Notaufnahme kommen. Zudem stehen wir für sämtliche Einsätze, die uns Notärzte beziehungsweise Krankenwagen einliefern, bereit.

Viele Menschen beklagen lange Wartezeiten in der Notaufnahme. Woran liegt das?

Das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ funktioniert hier nicht. Wir arbeiten nach dem Manchester-Triage-System. Das ist ein standardisiertes Verfahren zur systematischen Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit. Speziell geschulte Pflegekräfte teilen die Patienten nach ihren Symptomen in eine von fünf Dringlichkeitsgruppen ein. Das Ziel ist die schnelle Festlegung von sicheren und nachvollziehbaren Behandlungsprioritäten.

Sie sagen, nicht alle Behandlungsfälle gehören in die Notaufnahme. Wohin können sich Betroffene denn alternativ wenden?

Es gibt die Notdienstpraxis Viersen, die im alten Gebäude der Kinderklinik, Hoserkirchweg 63, untergebracht ist. Die hat täglich bis 23 Uhr geöffnet. Zudem gibt es den kostenfreien telefonischen ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Hier bekommt man medizinische Hilfe in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen. Was viele nicht wissen, in der Notaufnahme dürfen keine Rezepte oder Krankschreibungen ausgestellt werden. Dafür muss man sowieso in die Notfallpraxis. Wir sind für die Notfallversorgung zuständig und dürfen nur Akutmedikamente verabreichen.

Bildzeile: Vera Feldges ist Gesundheits- und Krankenpflegerin und im AKH für die Organisation des Bettenmanagements zuständig. Foto: Alois Müller / Abdruck honorarfrei

 


Das Allgemeine Krankenhaus Viersen ist mit 315 Planbetten ausgestattet und behandelt jährlich rund 18.000 Patienten stationär sowie nahezu 30.000 Patienten ambulant. Mit seinen zwölf Fachabteilungen leistet es einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus. Mit etwa 900 Mitarbeitern zählt das AKH zu den größten Arbeitgebern in Viersen.

Alle Infos zum Thema Notdienst finden sich hier:
https://akh-viersen.de/notfall-button/

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Aktuelles aus dem AKH Viersen

Alle Beiträge
(v.l.) Die Referenten: Dr. Karsten Woelke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie, Dr. Mathias Friebe, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Dr. Ralph Thoms vom MVZ Onkonett Viersen, Dr. Knut Franke, Chefarzt der Klinik für Urologie, Prof. Dr. Nadja Lehwald-Tywuschik, Chefärztin der Klinik für Viszeral- und Allgemeinchi-rurgie, Dr. Johannes Steiff, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie.

Chefärzte stellen neueste Entwicklung zu Diagnose und Therapie bei Krebs vor

Eine Krebsdiagnose ist für Betroffene und Angehörige immer noch eine Herausforderung. Doch es gibt eine positive Nachricht: Trotz steigender Neuerkrankungsrate sinkt die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebsdiagnose. Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit sind verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention. Ein Team von Chefärzten am Allgemeinen Krankenhaus Viersen hat beim 3. Viersener Onkologietag die neuesten Erkenntnisse zu Vorsorge, Diagnose und Therapie verschiedener Krebsarten vorgestellt. Der Vorsorge und einem „gesunden Lebensstil“ kommen dabei eine entscheidende Rolle zu. 

Dritter Viersener Onkologietag

Die Chefärzte des Allgemeinen Krankenhaus Viersen und Experten des Onkonett Viersen stellen zum 3. Viersener Onkologietag am Donnerstag, 16. April, ab 17 Uhr aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin vor. Fünf Kurzvorträge sowie eine abschließende Diskussionsrunde bieten Raum für einen fundierten Einblick in Vorsorge, Diagnose und Therapie verschiedener Krebsarten.

03.03.2026 Beim Traumasymposium Viersen wurden zwei Operationen aus dem OP-Saal des AKH live ins Bürgerhaus übertragen. Ein siebenköpfiges OP-Team rund um Operateur und Chefarzt Dr. Christian Rusu war beteiligt. Foto: Noah Holzkamm

Erstes Traumasymposium zeigt erfolgreich zwei Live-OPs

(03.03.2026) Zur ersten Fachtagung „Traumasymposium Viersen 2026“ hatte der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH), Dr. Christian Rusu, Mediziner, Fachpublikum und Interessierte ins Bürgerhaus Dülken eingeladen: Namhafte Experten aus ganz Deutschland referierten einen Tag lang zum Thema Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenverletzungen.

09.02.2026 Bistro La Vie Logo – AKH Viersen

Speeddating für Pflegefachkräfte

Für alle Altweibermuffel hat das AKH Viersen ein Alternativangebot. Wir laden am Donnerstag, 12. Februar, von 14 bis 17 Uhr Pflegefachkräfte zu einem Kennenlernnachmittag ein. Unkompliziert bei einer Tasse Kaffee oder einem Kaltgetränk mit karnevalistischem Gebäck können sich interessierte Fachkräfte im Bistro la Vie des AKH den Mitarbeitenden der Intensivstation (ITS) und der Pflegedirektorin Elke […]

08.12.2025

AKH spendet 1400 Euro

Die Mitarbeitenden des AKH haben über Monate gewerkelt und gebastelt: Ihre Waren wurden auf dem Weihnachtsbasar des AKH verkauft: Was mit dem Geld passiert lesen Sie hier.

01.12.2025 Herzseminar 2025 im AKH

Herzseminar am AKH

Das Allgemein Krankenhaus Viersen beteiligte sich mit einem Vortragsabend an den Herzwochen. Dr. Caspar Burkhard-Meier und Rostom Gortamashvili, beleuchteten besonders die Aspekte der Prävention, Diagnose und Therapie. Was zu einem gesunden Herzen beiträgt, lesen Sie hier.

11.11.2025

Wie das AKH Inkontinenz behandelt

Die meisten Menschen reden nicht gerne darüber, weil es für sie immer noch ein Tabuthema ist. Das Allgemeine Krankenhaus Viersen hat mit seiner Vortragsveranstaltung „Was tun bei Inkontinenz?“ das Tabu gebrochen und auf Ursachen, Symptome und vor allem erfolgreiche Behandlungsmethoden aufmerksam gemacht. Der Zulauf war so groß, dass zusätzliche Stühle in den Saal gestellt werden […]

10.11.2025

Nachruf

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod von Heinz Prost (links) erfahren, der sich über viele Jahre mit großem Engagement, Einfühlungsvermögen und Menschlichkeit als Patientenfürsprecher für die Belange unserer Patientinnen und Patienten eingesetzt hat.