Frauen und Babys sind im AKH in den besten Händen

Viersen – Wohl selten hat ein Brief aus dem Landesgesundheitsministerium so viel Freude ausgelöst, wie der Entscheid, dem AKH weiterhin den perinatalen Schwerpunkt zuzuweisen. „Mit Schreiben, Telefonaten und Anhörungen haben Geschäftsführung, Ärzte und Mitarbeitende für den Erhalt gekämpft“, berichtet Dr. Jens Pagels, Chefarzt der Frauenklinik. „Wir sind unfassbar erleichtert, dass die Politik unseren fundierten Argumenten gefolgt ist und unsere Arbeit als unverzichtbar wertschätzt.“

Zur Vorgeschichte: Im Juni erreichte das AKH aus Düsseldorf die Nachricht, dass die Neonatologie im Rahmen der Krankenhausplanung geschlossen werden soll. Risiko-Schwangere hätten somit nicht mehr in Viersen entbinden können. Das hätte beispielsweise auch Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes betroffen, eine der häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankung. Noch gravierender: Schwangere, die weit vor dem errechneten Geburtstermin Wehen bekommen, hätten bis nach Krefeld oder Mönchengladbach fahren müssen. „Bei der Größe des Kreisgebietes wären das zum Teil sehr lange Fahrten – verbunden mit den entsprechenden Risiken – gewesen“, betont Dr. Pagels. „Wir sind sehr glücklich, den Schwangeren nun diese gefährlichen Anfahrten ersparen zu können.“

Damit bleibt das AKH die einzige Klinik im Kreis Viersen mit perinatalem Schwerpunkt. „Das bedeutet, Schwangere können bei uns ab der 33. Woche entbinden und Frühgeborene mit einem Gewicht ab 1.500 Gramm hier kinderintensivmedizinisch betreut werden“, erklärt Geschäftsführer Kim-Holger Kreft. Zudem vernetze sich die Frauenklinik am AKH derzeit noch viel enger als bisher mit den umliegenden Maximalversorgern, wie zum Beispiel dem Helios Klinikum Krefeld und dem Elisabeth-Krankenhaus Rheydt. „Dieses Engagement verbessert nochmals die Versorgungsqualität und ist ebenfalls ganz im Sinne der Landesregierung“, so Kreft.

„Mit der Entscheidung des Ministeriums hat das AKH Viersen auch zukünftig die Möglichkeit, den Großteil aller Entbindungen durchzuführen und sicherzustellen, dass die Schwangeren und ihre Neugeborenen optimal versorgt sind“, betont Geschäftsführer Dr. Thomas Axer. Die Mitarbeitenden des AKH und insbesondere auch der Kinderklinik brannten dafür, diese kleinen Patienten zu versorgen, so Dr. Axer weiter.
Mit dieser Gewissheit soll auch die Zertifizierung zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“ weiter vorangetrieben werden. Diese weltweite Initiative der WHO und UNICEF hat das Ziel, die Betreuungsqualität in Geburts-, Kinder- und Perinatalkliniken nachhaltig zu verbessern. „Damit verbunden ist eine Umstellung des Klinikalltages, um konsequent babyfreundlich zu arbeiten“ erklärt Dr. Pagels. Im Ergebnis seien nicht nur die Patientinnen zufriedener, sondern auch das gesamte Team.

Gleichzeitig bestätigte das Ministerium übrigens auch, dass die Erbringung von Herzkatheteruntersuchungen sowie Schrittmacherimplantation auch zukünftig am AKH möglich sein wird. „Damit kann das AKH dem Auftrag, den Kreis Viersen kardiologisch zu versorgen, gerecht werden“, sagt Dr. Thomas Axer.

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Große Freude im AKH Viersen: Das Krankenhaus behält seine Neonatologie und den perinatalen Schwerpunkt. Damit können wie gewohnt Risiko-Schwangere und Frühgeborenen behandelt werden. Foto: Anja Paschen / Abdruck honorarfrei

 


Das Allgemeine Krankenhaus Viersen ist mit 315 Planbetten ausgestattet und behandelt jährlich rund 18.000 Patienten stationär sowie nahezu 30.000 Patienten ambulant. Mit seinen zwölf Fachabteilungen leistet es einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Kreis Viersen und darüber hinaus. Mit etwa 900 Mitarbeitern zählt das AKH zu den größten Arbeitgebern in Viersen.

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